Entspannung

Vollgas geben – und dann wieder runterkommen

Entspannung ist eines der wichtigsten Themen bei der Arbeit mit Kindern im Bewegungsbereich und in der Gesundheitsförderung. Denn mit Reizüberflutung, Leistungsdruck und Freizeitstress zerrt der Alltag ganz schön an den Nerven unserer Kids. Viele Kinder leiden unter Nervosität und Schlafproblemen. Zu wenig Schlaf kann zu mehr Gewicht führen. Aktive Entspannung baut Stress ab und fördert erholsamen Schlaf. Kindgerechte Entspannungsübungen bringen kleine Unruhegeister wieder ins Gleichgewicht – wenn Eltern auch ein gelassenes Umfeld schaffen können. Auf zwei Ebenen zeigt sich Entspannung bei den Kindern: physiologisch und psychologisch.

Zielsetzung des Moduls Entspannung

  • Selbstwertgefühl und Selbstachtung steigern
  • Stress, Niedergeschlagenheit, Unwohlsein durch Entspannung kompensieren
  • Die Wahrnehmung durch sinnliche Erfahrung schulen
  • Fantasie und Kreativität entwickeln
  • Ausdauer und Konzentration fördern
  • Den Körper bewusst erleben, kennenlernen und annehmen
  • Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl entwickeln
  • Ich glaube an michErlebtes durch Stille verarbeiten
  • Leistungsdruck entgegenwirken
  • Die Lernbereitschaft fördern
  • Das Immunsystem stärken
  • Verspannungen lösen und eine verbesserte Haltung schaffen
  • Eine optimale Atemtätigkeit herstellen
  • Inneres Gleichgewicht zwischen Bewegung und Entspannung herstellen

eingebunden in Fantasiereisen

Wir zeigen den Kindern, wie sie den Zustand von Entspannung mit ein bisschen Übung erlangen können.

Geschichten, Vorstellungsbilder und Situationsschilderungen regen die Fantasie an. Durch das Zuhören und mentale Erleben der Geschichte finden die Kinder Ruhe und Gelassenheit.

Das Modul umfasst Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation, Massagegeschichten und Mentaltraining. Hauptbestandteil einer jeden Entspannungseinheit ist das Autogene Training oder die Progressive Muskelrelaxation, welche in Fantasiegeschichten eingearbeitet wird. 

Autogenes Training (AT)

Autogenes Training ist eine der verbreitetsten Entspannungsmethoden, die sogar in psychosomatischen Kuren als Therapiemittel Anwendung findet. Der Neurologe Professor Johannes Heinrich Schultz entwickelte in seiner Hypnosetherapie die konzentrative Selbstentspannung, die 1928 von der autogenen Organentspannung in autogenes Training umbenannt wurde.

Mir tut das gut

Im Wesentlichen geht es beim AT darum, einen Zustand tiefer Entspannung erreichen zu können – allein durch die eigene Vorstellungskraft. Bereits nach kurzer regelmäßiger Anwendung bewirkt das AT eine deutliche Erholung bei der übenden Person. Die empfundenen Effekte sind im vegetativen Nervensystem konkret messbar: Unter anderem wird die Atmung gleichmäßiger und das Immunsystem verbessert.
Wir zeigen den Kindern, wie sie den Zustand von Entspannung mit ein bisschen Übung erlangen können.

Progressive
Muskelrelaxation (PMR)

„Be relaxed“ – das war der Wahlspruch von Dr. Edmund Jacobson. Er entwickelte PMR als Entspannungsmethode Anfang des 20. Jahrhunderts. Seine Entdeckung: Das Anspannen bestimmter Muskelgruppen führt zur Entspannung in der Willkürmuskulatur, wobei sich gleichermaßen der Geist entspannt. Ursprünglich wurde PMR für Erwachsene entwickelt. Doch in abgewandelter Form, so wurde festgestellt, schenkt die Methode auch Kindern großen Nutzen in Sachen Entspannung. Besonders hilfreich ist sie bei Störungen durch Stress – wie Kreislaufbeschwerden, Spannungskopfschmerzen und schmerzende Muskelverspannungen. PMR wirkt sich z. B. positiv auf die Schultermuskulatur aus – relevant für Kinder, die Probleme mit dem schweren Ranzen haben. Auch hilft PMR, Lernblockaden zu lösen und die Konzentration zu verbessern.

Massagegeschichten

Wir möchten Kinder und Eltern das nahe und entspannende Gefühl spielerischer Massagen erleben lassen. Denn als Folge der Entspannung wird das Stresshormon Cortisol abgebaut und die Produktion von Serotonin (Glückshormone) wird angeregt.

Ich bin etwas besonderesEine spielerische Kombination aus Fantasiereise und Massage bietet sich für Kinder an. Hierbei werden Geschichten auf dem Rücken des Partners dargestellt – z. B. „Pizza backen“. Das Kind erfährt dabei die taktile Stimulation des Körpers – das kann mit oder ohne Hilfsmittel geschehen.

Mentaltraining

Einfach und wirkungsvoll: Mentaltraining ist eine tolle Methode, um Kinder innerlich zu stärken und ihnen ein positives Selbstbild zu vermitteln. Gleichzeitig hilft es ihnen, ruhiger und entspannter zu werden und generell besser im Leben klarzukommen.

Bei Kindern hat das Mentaltraining eine sehr starke Wirkung, denn sie haben eine lebhafte Fantasie und Vorstellungskraft. Mittels positiver Geschichten, deren stärkende Botschaften direkt im Unterbewusstsein verankert werden, lernen die Kinder:

  • an sich selbst zu glauben
  • ein positives Selbstbild zu entwickeln
  • selbstbewusster und selbstsicherer zu werden
  • leichter Probleme zu lösen
  • besser mit schwierigen Situationen klarzukommen – z. B. mit Mobbing in der Schule
  • besser mit den eigenen Gefühlen umzugehen – v. a. mit negativen Gefühlen
  • Ängste und Schüchternheit zu überwinden
  • ihr inneres Gleichgewicht zu finden
  • zu entspannen und (Schul-) Stress abzubauen
  • konzentrierter und erfolgreicher zu werden